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Heute war ausruhen und vorbereiten angesagt. Der Blick am Morgen aus dem Fenster war genial. Wir waren in Innsbruck fehlende Sachen kaufen und anschließend ein bißchen einradeln in einem wunderschönen Tal hinter Neustift. In Tirol schauen sogar die Kühe super aus - die Fellohren find ich super. Abends war dann Zuschauen beim Kriterium in Mieders am Programm - beeindruckende Perfomance von Daniel Federspiel!

Der für mich wichtigste Tag im MTB-Jahr: SKGT-Trophy!! Heute haben wir zum Glück einen Taumtag erwischt, zwar sehr heiß, aber dafür mit echt tollen Streckenverhältnissen. Bin nach den unguten Erinnerungen an grausliche Krämpfe 2007 heute den Großteil des Rennens mit Reserven gefahren, sogar im Grabenbach noch immer ca. 2 Gänge unter dem normal möglichen Tempo. Erst als bei der Grabenbachjagdhütte lässige Zuseher mich anfeuerten und mir zuriefen, ich sehe so "frisch" aus und das doch was nach vorne geht, hab ich etwas mehr Gas gegeben. Echt genial war die Verpflegung und vor allem die superfreundlichen und topeingestellten Leute an den Labestationen. Vor allem am Tauern war es extrem aufbauend als mir einer zurief, ich sei gut unterwegs... Ab da bin ich im Wiegetritt bis zum Hütteneck an ziemlich vielen Leuten vorbeigezogen und am Schluß mit 2h53 min auf der D-Strecke zufrieden gewesen. Schätze, 10 Minuten weniger wären heute drinnen gewesen, wenn ich mehr ans Limit gegangen wäre. Aber das wichtigste ist trotzdem gesund ins Ziel zu kommen, wenn man an die vielen schweren Stürze und den tragischen Unfall im Grabenbach denkt.
Für mich war's ein Supertag. Im Ziel war ich ruckzuck wieder erholt und konnte die Zieleinläufe der Sieger auf den längeren Distanzen geniesen. Den Abend verbrachten wir aber leider im Krankenhaus in Bad Ischl - Michael, der mit mir beim Rennen war und auf der B-Strecke im Windschatten etwas zuviel Gas gegeben hat (unglücklicher Sturz) mußte unter's Chirurgenmesser und sich den Schleimbeutel im Knie herausoperieren lassen. Bewundernswert, dass er mit der Verletzung das Rennen so gut zu Ende gefahren ist.
Heute wollte ich mal die Tour vom Gosausee auf den Dachsteingipfel probieren. Ich wußte schon vorher, dass diese Tour nicht einfach ist, aber bei den heutigen Schneeverhältnissen war sie schon etwas grenzwertig. In der lawinengefährlichen Steilstufe über dem hinteren Gosausee verlor ich mehr Zeit als mir lieb war. Über tlw. gefrorenem Altschnee waren ca. 30cm Pulver, welcher immer wieder wegrutschte. Eigentlich hab am Morgen gedacht, ich mache eine Firntour! Komplett verschätzt. Den Großteil der Tour mußte ich im tiefen Pulver spuren! Eigentlich wäre die Tour eh schon lang genug, wenn man von unten bis oben alleine spurt, aber um es noch ein bißchen fordernder zu machen hat sich die liebe Sonne gedacht, sie läßt den Pulver ein ganz ein bißchen anschmelzen - super zum Schneeball machen, aber noch toller zum Stollen auf den Fellen und sogar auf den Stöcken. Ich hatte tlw. 20cm Stollen auf den Fellen. Da hilft ärgern und runterputzen auch nix mehr - einfach ignorieren und mit Stollen gehen, dauert's halt etwas länger. Habe es trotzdem auf den Gipfel geschafft und wurde mit einer traumhafen Abfahrt belohnt. Nächstes Jahr mache ich die Tour früher im Jahr!
Eigentlich wollte ich mich mal ausrasten, aber als am Morgen schon wieder die Sonne vom strahlend blauen Himmel lachte, konnte ich nicht anders und bin auch heute auf'n Berg gedüst. Diesmal über's Rauchtal zum Hochwart (Ski am Rucksack bis ins untere Drittel des Rauchtales - wenig Schnee!) und ann auf den Zagelkogel. Die Abfahrt war viel schöner als erwartet, im Zagelkar gab's sogar noch Firn.
Unglaublich, wir konnten noch beim Auto anschnallen und auch wieder bis zum Auto abfahren, und das obwohl es mit Schnee ja eigentlich sonst schon überall sehr mager aussieht und es extrem föhnig-warm war. Das die Veitsch immer gut geht, wissen auch einige andere. Auf dieser Tour geht's immer zu wie auf einer Völkerwanderung.
Der Tag hat heute absolut traumhaft begonnen aber mit Schrecken geendet. Ist zum Glück gut ausgegangen. Am Nachmittag, als die Sicht stumpf wurde und ich auf der Suche nach unverspurtem Gelände in für mich unbekanntes Neuland gedüst bin, habe ich intuitiv gerade noch am Rande des Abgrundes den rettenden Turn angesetzt. Ich war dabei schon auf der Wächte eines grauslichen, nach unten trichterförmig erweiterten Loches... Da ist mir der Spaß an der Sache abhanden gekommen - ab ins Tal und Schluß für heuer!
In den unendlich scheinenden Weiten des Dachsteinplateaus gibt's zum Glück noch genug Schnee für Überschreitungen, man kann, wenn man die richtige Variante findet sogar noch fast bis zum Auto abfahren (mußten heute unsere Schi nur ca. 500m tragen). Am Morgen bei der Gondel glaubte ich meinen Augen nicht, welche Massen von Tourengehern alle auf die erste Gondel warteten, und das bei eher ungünstiger Wetterprogonose mit starkem Föhn und herannahender Kaltfront am Nachmittag. Aber da sowieso 99% der Leute alle wie Ameisen immer die gleichen Pfade trampeln (und so soll es bleiben!), waren wir auf unserer Route Richtung Steirisches Dachsteinplateau - Hirzberg - Kainisch ziemlich alleine. Die Route ist auch nach wiederholter Begehung immer noch eine kleine Orientierungsaufgabe, besonders wenn auf halbem Weg das GPS seinen Geist (Akku!) aufgibt. Wir haben aber eh wieder den optimalen Weg gefunden und auch auf der Abfahrt Riesenspaß gehabt. Der Schnee war viel besser als erhofft, und die landschaftlichen Eindrücke sind sowieso genial.

